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Friedbergbahn - Eisenbahnromantik auf steilen Strecken in Thüringen

Rennsteigbahn

Mit dem Bau der Werrabahn begann 1858 das revolutionierende Zeitalter der Eisenbahn in unserer Region und bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts entstand ein Netz von Haupt- und Nebenbahnen:

  • 1884 Hauptbahn von Erfurt über Grimmenthal nach Schweinfurt
  • 1888 Nebenbahn von Themar nach Schleusingen
  • 1904 Nebenbahn von Ilmenau nach Schleusingen
  • 1911 Nebenbahn von Suhl nach Schleusingen

Die beiden letztgenannten sind Steilstrecken, deren Neigungen abschnittsweise so stark sind, dass diese nach dem damaligen Stand der Technik nur mit Hilfe von Zahnstangen überwunden werden konnten, die in Gleismitte montiert waren. Zum Einsatz kamen Lokomotiven, die sowohl für den Reibungsbetrieb als auch für den Zahnstangenbetrieb geeignet waren und deren Zahnradtriebwerk auf den Zahnstangenabschnitten zugeschaltet wurde. Im Einsatz waren die Zahnradlokomotiven bis zum Ende der 1920ger Jahre und wurden dann durch Lokomotiven mit reinem Reibungsbetrieb ersetzt.

Rennsteigbahn  Rennsteigbahn

Die Eisenbahn brachte den langersehnten Fortschritt im Transportwesen für die damals armen Bewohner des Thüringer Waldes. Sie ersetzte die bis dahin üblichen Gespanne mit Kühen und Pferden sowie den Postkutschenverkehr. Hiervon profitierten die ortsansässige Glas- und Porzellanindustrie, die Forstwirtschaft aber auch die aufkommende Tourismusbranche.

Das Dampfbahnzeitalter endete mit den letzten planmäßigen Fahrten der steilstreckentauglichen Lokomotiven der Baureihe 94 im September 1971 über den Rennsteig bzw. im September 1974 von Suhl nach Schleusingen. Von nun an kamen Dieselloks zum Einsatz.

Doch trotz aller Modernisierungsversuche war der Rückgang der Fahrgastzahlen auf den strecken nicht aufzuhalten. Sowohl im Güter- als auch beim Personenverkehr siegte die Straße gegenüber der Schiene.

So kam es, dass die Strecke Ilmenau-Schleusingen zwischen 1998 und 2001 wegen Oberbauschäden gesperrt und der Nahverkehr ab 2001 durch den Freistaat Thüringen abbestellt wurde. Auch auf der zweiten Steilstrecke von Suhl nach Schleusingen erfolgte eine Abbestellung des Verkehrs zum 01.06.1997.

Rennsteigbahn  Rennsteigbahn

Beide Strecken sind heute durch die Rennsteigbahn GmbH & Co. KG gepachtet. Diese führt mit dem gemeinnützigen Eisenbahnverein „Dampfbahnfreunde mittlerer Rennsteig e. V.“ touristische Fahrten zwischen Ilmenau und Themar durch. Seit dem 15.06.2014 verkehren zwischen Erfurt und dem Bahnhof Rennsteig an Wochenenden (Samstag und Sonntag) sowie an Feiertagen regelmäßig Regio-Shuttle der Erfurter Bahn und Südthüringenbahn, die sich bei den Touristen großer Beliebtheit erfreuen.
Die Strecke von Suhl nach Schleusingen versank nach ihrer Abbestellung durch das Land in einen „Dornröschenschlaf“ und wurde von Bäumen, Sträuchern und Gras überwuchert.

Doch seit 2011 hat sich dieses Bild grundlegend gewandelt: der Verein „Dampfbahnfreunde mittlerer Rennsteig e. V.“ unternimmt gemeinsam mit der Rennsteigbahn GmbH & Co. KG große Anstrengungen zur Wiederinbetriebnahme auch dieser Strecke. So können bereits heute wieder Bauzüge zwischen Schleusingen und dem Bahnhof Friedberg fahren. Auch der verbleibende Abschnitt bis zum Bahnhof Suhl ist bereits frei geschnitten und wird zur Wiederbelebung vorbereitet. Ziel des unermüdlichen Wirkens der Eisenbahnfreunde ist die künftige Nutzung auch dieser Strecke für touristische Zugfahrten sowohl mit Dampf- als auch Dieseltraktion. Sie sollen unseren Gästen dann einen unvergesslichen Eindruck über die technischen Herausforderungen aus Deutschlands steilster normalspuriger Eisenbahnstrecke mit Reibungsbetrieb und einer maximalen Längsneigung von 70°/oo, gepaart mit der reizvollen Landschaft des Thüringer Waldes, vermitteln.

Rennsteigbahn  Rennsteigbahn

Mehr Informationen unter:
info@rennsteigbahn.de
www.rennsteigbahn.de

Kontakt

Stadtverwaltung Schleusingen
Markt 9     
98553 Schleusingen    
Tel.-Nr.: 036841 3470
Fax:       036841 34730